Purer Genuss
Warum vegan? Darum!

Warum vegan? Darum!

Fünf Gründe für eine vegane Lebensweise

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegane Lebensweise und verzichten komplett auf tierische Produkte – auf Honig oder Eier, Milch oder Käse. Aber warum vegan? Warum möchten immer mehr Menschen vegan leben – oder zumindest bei ihrer Ernährung auf tierische Produkte verzichten? Was sind die Gründe? Welche Vorteile hat eine vegane Ernährung? Und was versteht man überhaupt unter veganer Ernährung?

Wer sich vegan ernährt, verzichtet komplett auf tierische Produkte. Die Motive für diesen Verzicht auf tierische Produkte sind vielfältig: Viele möchten mit einer veganen Ernährung etwas für ihr eigenes Wohlbefinden tun. Andere wiederum sind ethisch motiviert, für sie ist Veganismus ein Beitrag für eine bessere Zukunft von uns allen. Wieder andere sind neugierig auf Neues, möchten neue Lebensmittel ausprobieren und bis dato unbekannte Geschmacks- und Genussmomente erleben.

Warum vegan leben? Zwei typische Motive

1. Veganer, die besonderen Wert auf eine bewusste Ernährung legen 2. Veganer, die aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten

Beide Typen haben durchaus etwas für sich und lassen sich auch nicht streng voneinander trennen. Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe guter Gründe für eine vegane Ernährung – angefangen bei Aspekten fürs eigene Wohlbefinden. Hinzu kommen ethische Argumente ebenso wie ökologische Überlegungen. Denn die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat erhebliche Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch, nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Eine nachhaltige, bewusste Ernährung birgt erhebliches Potenzial, um einen entscheidenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

Vorteile einer veganen Ernährung

1. Vegan ist lecker

Warum vegan? Das ist auch eine Frage des Geschmacks. Wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet, bereichert seinen Speiseplan in der Regel um leckere Lebensmittel und beschert sich damit selbst ganz neue Geschmackserlebnisse. Dabei denken wir nicht nur an die sogenannten Superfoods, von denen es neben den „weit gereisten“ wie Chiasamen, Acai-, Goji- oder Aronia-Beeren auch eine ganze Menge heimische gibt wie Leinsamen, Walnüsse, Heidelbeere oder Grünkohl. Wir denken auch an die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Hülsenfrüchten, die uns den Konsum von tierischen Produkten glatt vergessen lassen. Wie wär’s z. B. mit einer leckeren Linsen-Bolognese, einem köstlichen Bohnen-Burger oder einer cremigen Kichererbsensuppe. Vegane Rezepte sind kreativ und lecker. Lasst euch einfach inspirieren, was ihr vegan alles zaubern könnt...

2. Klima- und Umweltschutz

Steigt der Anteil pflanzlicher Nahrungsmittel auf unserem Speiseplan, profitieren Klima und Umwelt gleichermaßen davon – schließlich gehen verschiedene Studien davon aus, dass ein erheblicher Teil aller Treibhausgasemissionen durch die Erzeugung und den Konsum tierischer Produkte verursacht wird. Eine eigens vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau Österreich (FiBL) für die E.V.A. GmbH angefertigte wissenschaftliche Auswertung zur Umweltverträglichkeit von Simply V zeigt, dass der Simply V Streichgenuss seinen Beitrag leisten kann zur Reduktion von Treibhausgasen: Mit 1,1 kg CO2-Äquivalent je Kilogramm Aufstrich weist der Simply V Streichgenuss eine deutlich günstigere CO2-Bilanz auf als ein Doppelrahm-Frischkäse mit 5,0 kg CO2-Äquivalent je Kilogramm Aufstrich.

3. Flächen und Wasser schonen

Auch bei der Erzeugung haben pflanzliche Lebensmittel Vorteile. So ist der Anbau von Kartoffeln, Korn & Co. deutlich flächenschonender als die Erzeugung tierischer Produkte. Auf die gesamten pflanzlichen Nahrungsmittel entfallen nur etwa 30 % des spezifischen Flächenbedarfs. Fast 70 % der Fläche (ca. 14 Mio. Hektar) wird gebraucht für den Anbau von Futtermitteln, davon wiederum 40 % allein für den Verzehr von Schnitzel, Wurst & Co., für den Konsum von Milch und Milcherzeugnissen insgesamt ein Viertel. (Quelle: WWF: Das große Fressen. Stand: März 2015)

Gerade im Hinblick auf das erwartete Bevölkerungswachstum ist dieser geringere Flächenbedarf ein gewichtiges Argument, ist doch die weltweit verfügbare Ackerfläche nicht unbegrenzt erweiterbar. Essen wir also anstelle von tierischen Produkten verstärkt pflanzliche Nahrungsmittel, können wir in der Tat einen praktischen Beitrag für eine bessere Welt leisten.

4. Mehr Ernährungsgerechtigkeit schaffen

Dass die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel flächenschonender ist, gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund an Bedeutung, dass für das Jahr 2050 ein Anwachsen der Weltbevölkerung auf 9,6 Mrd. Menschen erwartet wird. Eine weitere Ausdehnung des Ackerlandes ist aber wegen der Auswirkungen sowohl auf das Klima als auch auf die Biodiversität nicht erstrebenswert. Besser wäre es, den Ernährungsstil an eine vegane Lebensweise anzupassen, um den Flächenfußabdruck zu verringern.

Möglich wäre eine solche Verringerung durch eine konsequente Ernährungsumstellung: Die Ernährung müsste ausnahmslos nach den empfohlenen Richtwerten der Ernährungswissenschaftler erfolgen. Es müssten 50 kg Lebensmittelabfälle pro Person und Jahr vermieden werden und der durchschnittliche Fleischverzehr pro Person und Woche dürfte 350 g nicht übersteigen. (WWF: Das große Fressen. Stand: März 2015)

5. Aktiver Tierschutz

Wer vegan lebt, trägt aktiv zum Tierschutz bei. Und nicht nur das. Wer auf tierische Produkte verzichtet, leistet auch einen Beitrag zu einem weiteren wichtigen gesundheitlichen Aspekt: der zunehmenden Zahl von Krankheitserregern, gegen die Antibiotika nicht mehr wirken. In Deutschland wird die zunehmende Resistenz von Keimen unter anderem auf den falschen Einsatz der lebensrettenden Medikamente und den noch immer verbreiteten Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung zurückgeführt, vor allem in der Hennenhaltung und in der Schweinemast, also der Fleischproduktion. Dieses Problem nimmt nicht nur in Deutschland zu. Laut WHO nimmt die Zahl der Keime überall auf der Welt zu, die sich mit den traditionell verwendeten Medikamenten nicht mehr behandeln lassen.

So, jetzt haben wir euch fünf mehr als gute Gründe aufgezählt, warum vegan sich wirklich lohnt. Vegan werden ist eigentlich ein kleiner Schritt und gar nicht so schwer. Was ist dein Antrieb? Was ist deine Motivation, vegan zu leben? Sag es uns, wir sind gespannt.

Schon gewusst?
Gegen Treibhausgase

Eine Studie der Food and Agriculture Organization (FAO), der Lebensmittel- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, kam zu dem Ergebnis, dass die Viehhaltung bzw. Fleischproduktion für 18 % aller globalen Treibhausgase verantwortlich ist. Die sogenannte Nutztierhaltung fördert außerdem die Abholzung des Regenwaldes: Im Amazonasgebiet wird 80 % des Regenwaldes für den Futtermittelanbau gerodet.

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