Purer Genuss
Die Jackfrucht

Die Jackfrucht

Das Fleisch vom Baum

Seit geraumer Zeit erobert eine Frucht die Teller all derjenigen, die gerne fleischlos essen, aber trotzdem einen deftigen Bissen schätzen: die Jackfruit - oder auch Jackfrucht oder Jakobsfrucht – ist der neue Stern am Himmel aller, die auf pflanzenbasierte Kost setzen. Ihre Eigenschaften machen die „Baumriesen“ zur idealen Zutat für die herzhafte Küche.

Kaum eine andere Frucht ist derart vielseitig wie die Jackfrucht. Sogar die Schale wandert in ihren Herkunftsländern nicht in den Abfall, sondern dient als Viehfutter. Vor allem aber ist sie ein tolles Nahrungsmittel für uns Menschen: Sie kann sowohl reif als auch unreif gegessen werden – und ist immer lecker! Reif schmeckt das Fruchtfleisch saftig-süß wie ein Mix aus Mango, Ananas und Banane. Damit ist sie wie geschaffen für Süßspeise und wird gern verzehrt als Fruchtpüree, als Sorbet, im Fruchtsalat oder zu Eis.

Ihre wahren Fähigkeiten entfaltet die Jakobsfrucht aber, wenn sie unreif geerntet und dann gekocht oder geröstet wird. Das Fruchtfleisch dieser jungen, unreifen Früchte ist neutral im Geschmack und kann daher beliebig gewürzt werden. Schon nach kurzem Marinieren in einer würzigen Sauce ist sie bereit für nahezu jedes kulinarische Geschmackserlebnis. Diese Eigenschaft, insbesondere aber ihre fleischähnlich, angenehm faserige Konsistenz, die an Hühnerfleisch erinnert, machen sicherlich ihren kometenhaften Aufstieg hierzulande aus.

Genussvielfalt ohne Grenzen

Wer gerne fleischlos isst, hat mit der Jackfrucht besonders viele Möglichkeiten. Man kann das Fruchtfleisch unreifer Früchte würfeln oder in Streifen schneiden und wie Hähnchenbrust zum Beispiel für Currys oder Wok-Gerichte einsetzen.

Ob für Gulasch oder Geschnetzeltes, Frikadellen oder Burger-Patties, Bolognese-Sauce, Lasagne oder Canelloni, Wraps oder Bowls, zum Füllen von Paprika oder Zucchini – die Jackfrucht kann einfach alles. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Jackfruit Burger? Oder du pimpst unsere Kürbissuppe auf mit angebratenen Jackfruit-Würfel. Oder toppe deinen Salat damit. Oder bereite ein Gulasch zu, wie du es noch von Muttern kennst, nimm aber dieses Mal Jackfruit dazu und verleihe dem Gulasch damit eine zeitgemäße, pflanzenbasierte Note. Bestimmt fallen dir noch viel mehr Verwendungsmöglichkeiten ein. Lass deiner Kreativität einfach freien Lauf. Wir freuen uns aber, wenn wir daran teilhaben dürfen und du deine Rezepte hier auf happyfood.de einstellst, damit wir alle sie nachkochen können.

Ernährungsphysiologischer Jackpot

Auch ernährungsphysiologisch gesehen ist die Jackfruit ein wahrer Jackpot. Die jungen Früchte sind reich an Mineral- und Ballaststoffen und von Natur aus gluten- und fettfrei. Mit 27 mg pro 100 g hat die Jackfruit zum Beispiel einen hohen Anteil an Kalzium, was gut ist für Knochen und Zähne. Auch die Kerne haben es in sich: Reichlich B-Vitamine, Magnesium, Eisen und Schwefel machen sie zu einem ausgesprochen wertvollen Genuss. Zudem ist Jackfrucht sehr kalorienarm: 100 Gramm enthalten gerade mal 70 Kalorien. Was will man mehr?

Ganze Jackfrüchte sind in Deutschland allerdings so gut wie nicht erhältlich. Das mag am strengen Geruch der stacheligen Schale liegen. Aber die Auswahl an küchenfertig vorbereiteten Jackfrucht-Produkten wächst. Im Handel wird das Fruchtfleisch in Dosen angeboten, eingelegt in Salzlake. Mittlerweile gibt es Jackfrucht-Würfel auch frisch verpackt und sterilisiert, sowohl natur als auch bereits mariniert in verschiedenen Geschmackrichtungen.

Schon gewusst?
Was ist eine Jackfrucht?

Die Jackfruit gehört zur Familie der Maulbeergewächse und ist die schwerste und größte Baumfrucht der Welt. Ihr Name stammt von dem malaysischen Wort „Chakka“ ab. Das bedeutet „rund“ und beschreibt einfach nur ihr Aussehen. Die Frucht wächst nicht an Zweigen, sondern direkt am Stamm und benötigt ca. 180 Tage, um zu reifen. Ein Baum trägt in etwa 30 Früchte pro Jahr. Ein Exemplar kann bis zu 40 kg schwer und bis zu 90 cm lang werden mit einem Durchmesser von 25 cm.

Ein weiteres typisches Merkmal neben ihrer imposanten Größe ist die genoppte Schale, die im unreifen Zustand blassgrün ist. Mit zunehmender Reife färbt sie sich dann gelb. In jedem dieser Baumriesen stecken bis zu 500 weißliche Kerne, die man ebenfalls essen kann.

Ursprünglich stammt die Jackfrucht aus Indien, wächst aber längst in ganz Südostasien sowie in Brasilien an bis zu 20 Meter hohen Bäumen und gehört in ihren Herkunftsländern zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln.

Weiterführende Rezepte